Die Medien sind voll davon – die Gründung der „Desertec Industrial Initiative“ – von den großen deutschen Konzernen (Deutsche Bank, RWE, Münchner Rück, Siemens, Schott Solar E.on und etliche weitere) schlägt große Wellen. Ob es sich um eine große Marketingaktion handelt, oder tatsächlich mehr dahinter steckt bleibt abzuwarten. Es ist aber auf alle Fälle ein Thema, das intensiv diskutiert wird. Ergibt es Sinn in der Sahara Solarstrom zu erzeugen, und diesen nach Europa zu transportieren? Kann das wirtschaftlich sein? Ist dies also die Lösung für unsere zukünftigen Energieprobleme? Sollte die Bundesregierung das Projekt unterstützen? Wenn ja wie? Oder gibt es ganz andere Möglichkeiten, die angesichts der Größe des geplanten Vorhabens nun zunächst nicht diskutiert werden? Fragen, die derzeit viele Gemüter bewegen. Was sagt Ihr dazu?
Die Staatschefs der G8 einigten sich auf dem Gipfel in L’Aquila auf die 2°-Grenze, welche die Klimaerwärmung nicht überschreiten darf (seit Beginn der Industrialisierung). Neu ist, dass die USA und Russland dieses Ziel anerkannt haben. Dies wird als großer Fortschritt gewertet. Bis 2050 will man die Emissionen weltweit halbieren. Für den Zeitraum bis 2020 wurden allerdings keine Ziele formuliert. Ob, und wie sich die Schwellenländer beteiligen ist derzeit noch unklar, wobei auch sie Zustimmung zur 2°-Grenze signalisieren. Die Ansichten über den Erfolg des Treffens gehen auseinander. So sieht Umweltminister Gabriel große Fortschritte und Schellenhuber (Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung) begrüßt den Beschluss. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dagegen ist nicht zufrieden.
Wie seht Ihr die Ergebnisse? Wie sollte es weiter gehen? Wie können die Schwellenländer mit ins Boot geholt werden? Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen.
Auf der MIR in Kaufbeuren konnten zahlreiche Teilnehmer das Fahrzeug
testen. Neben dem Spaß-faktor ist ein Segway auch
"umweltfreundlich". mit einer Batterieladung fährt er ca. 35
Kilometer weit - und verbraucht dabei Strom für 20-30 Cent. wenn der
Strom mit Solarzellen oder Wasserkraft erzeugt wird, ist er sogar
CO2-neutral. Allerdings ist ein großes Hindernis der Preis - ca.
8.000 Euro für ein Gerät mit dem nur eine Person (bei halbwegs
schönem Wetter) fahren kann sind schon üppig.
Was kann ich aber sonst noch tun um mich CO2-sparsam fortzubewegen?
ich fahre so oft es geht mit dem Rad zu Arbeit. Bei schönem oder
halbwegs gutem Wetter null Problem. Bei Regen oft schon eine
Überwindung. Hier sehe ich noch viele Möglichkeiten und Platz für
neue Ideen!
Eine Regenschirmverkleidung fürs Radl, eine Liegerad mit
Vollverkleidung, eine Elektrorad mit Solardach (?), die "anti-berg-
brille", der Rückendwind zum mitnehmen ;) ....Was fällt Euch zum
Thema Mobilität ein?
Euer Felix
Das Thema Kohlendioxidabtrennung und dessen unterirdische Speicherung (sog. CSS-Verfahren carbon capture and storage) wird mittlerweile von der Bundesregierung als Chance angesehen, um in den kommenden Jahrzehnten weiterhin Kohlekraftwerke ohne Klimawirkung zu betreiben.
Es werden etwa 90% der CO2-Emissionen aus den Abgasen abgetrennt, dann verflüssigt und in unterirdische Gesteinsformationen gepresst. Pragmatiker unter den Klimaschützern erhoffen sich von der Technik, dass der weltweite CO2-Ausstoss schon bald eingedämmt wird. Mit diesen Argumenten hat das Bundeskabinett vor einigen Wochen den Gesetzentwurf verabschiedet, der die weitere Nutzung der CSS-Technik fördern soll.
Doch was ist mit der Haftung? Genügen 30 Jahre, für welche die Kraftwerksbetreiber haftbar sein sollen? Wie sicher ist diese Technik? Und wie effizient ist das Verfahren (es braucht ja nicht gerade wenig Energie)?
Wieder einmal will man gegenwärtige Probleme auf Kosten der künftigen Generationen lösen! Wie sieht es mit der moralischen Verantwortung aus?
Das Thema ist besonders brisant, da das Projekt unter dem Zeichen des Klimaschutzes vorangetrieben wird. Daher soll diese Thematik hier bei „Klimaschutz – wir handeln“ zur Diskussion gestellt werden. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung!


